Achtung: Verbrennungen und Überempfindlichkeitsreaktionen

Im Regelfall wird die in Mitteleuropa vorkommende Flora nicht als Gefahr wahrgenommen. Unser Alltagswissen beschränkt sich häufig darauf, dass bestimmte Pflanzenteile (meist Beeren oder Samen) Giftstoffe enthalten und es nach dem Verzehr - abhängig von Pflanze und Dosis - zu Übelkeit, Magenkrämpfen, anschwellenden Schleimhäuten, Kreislaufbeschwerden bis hin zu Halluzinationen oder Atemlähmung kommen kann.

Obwohl die größte Gefährdung durch die Verwechslung mit essbaren Früchten entsteht, gibt es eine Reihe von Pflanzen, deren Säfte bereits bei Kontakt mit der Haut oder den Schleimhäuten schmerzhafte Reaktionen auslösen. Hierzu gehören zum Beispiel der sehr seltene blaue Eisenhut (Aconitum napellus), Diptam (Dictamnus albus) oder Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum), dessen Pflanzensaft auf der Haut in Verbindung mit Sonnenlicht schwere, äußerst schmerzhafte Verbrennungen verursacht.

Weitere potenzielle und naturbedingte Gefahren stellen durch Stiche injizierte Insektengifte (von Bienen, Wespen usw.) oder die Brennhaare der Raupen sowie der Gespinstnester des Eichenprozessionsspinners dar, die ebenfalls eine allergische Schockreaktion auslösen können.

Wir möchten alle Anwender sensibilisieren, ihre Einsatzorte auch vor diesem Hintergrund zu betrachten.

 
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