Es war großartig!

Der diesjährige PETZL RopeTrip, der im Landschaftspark Duisburg ausgetragen wurde, war einzigartig: eine Veranstaltung an einer beeindruckenden Location und alles hervorragend organisiert.
Die langen und spannenden Parcours wurden in die industriellen Strukturen integriert, die früher für die Kohleförderung sowie für das Stahlkochen genutzt wurden. Der Ablauf des Wettkampfs wurde dieses Jahr leicht modifiziert, sodass jedes Teammitglied jede Einzeldisziplin zu absolvieren hatte. Da gab es die Wassereimer-Challenge, die mit horizontalen Seilstrecken, Schrägseilbahn, langem Aufstieg und Klettern durch eine Struktur extrem anspruchsvoll und spannend war; einen Geschwindigkeits-Parcours, der entlang einer Kranbrücke in 20m Höhe durch 30m horizontale Seilstrecken und Loops führte; eine Geschicklichkeitsaufgabe, bei der die Teilnehmer einen Schüttgutcontainer beladen, diesen mit Hilfe von drei Seilen verfahren und schließlich um 180 Grad drehen mussten, um das Schüttgut in das Loch eines simulierten Hochofens zu kippen (hier durfte ein Bodenmann einweisen).
Und bei der Team-Challenge wurde es richtig knackig: In 8m Höhe hing ein Poolbillard an Stahlseilen – die Spielfläche bestand aus Plexiglas, gespielt wurde nicht mit Kugeln, sondern mit Scheiben.
Ein Teammitglied nach dem anderen musste die Scheiben mit einem Queue spielen und möglichst viele einlochen; die Spielfläche durfte dabei ausschließlich von der Queue-Hand des gerade aktiven Spielers berührt werden, ansonsten war Berühren verboten.

Nach zweieinhalb langen Wettkampftagen, bei denen sogar noch im Halbfinale Disqualifizierungen ausgesprochen wurden, ging das kanadische RAT Team als Sieger hervor.

Beim Speedklettern, das außerhalb der Wertung des Petzl Rope Trips stattfand, konnten sich dieses Jahr erstmals zwei Starter aus Deutschland für die Finalläufe (Runde der letzten 16) qualifizieren. Am Ende erkämpfte sich Markus Wich den dritten Platz in dieser Wertung. Der FISAT gratuliert zu diesem Erfolg.

Im Rahmen der Podiumsdiskussion, bei der die vier ECRA-Verbände ANTEVA (Spanien), DPMC (Frankreich), SOFT (Norwegen) und FISAT sowie Vertreter von SPRAT (USA) und IRATA (UK) vertreten waren, stellte sich heraus, dass alle Verbände an ähnlichen Themen arbeiten und auf nationaler Ebene mit den gleichen Schwierigkeiten konfrontiert werden. Eine interessante Feststellung, die dazu führt, dass sich der internationale Austausch in den kommenden Jahren intensivieren wird.

Der diesjährige PETZL RopeTrip war großartig – die Bekanntgabe des Veranstaltungsortes für den RopeTrip 2020 wird mit Spannung erwartet.

 
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