Achtung: Der Aufsichtführende Höhenarbeiter nach FISAT ist kein SiGeKo

Der Aufsichtführende Höhenarbeiter nach FISAT (Level 3) hat zwar gelernt, wie man eine Gefährdungsbeurteilung macht - und er wurde auch in diesem Teilbereich geprüft -, aber diese Gefährdungsbeurteilung bezieht sich primär auf die Gefahren, die das Zugangsverfahren und die ausgeführten Arbeiten mit sich bringen.

Natürlich wird der Aufsichtführende während seiner Ausbildung für Einflüsse von außen sensibilisiert, aber er hat mit seiner Ausbildung keine Kompetenz für umfassende Sicherheitsstandards für jedes Arbeitsumfeld erworben, in dem Seilzugangstechniken zum Einsatz kommen. Der Aufsichtführende Höhenarbeiter ist also kein Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator, keine Fachkraft für Arbeitssicherheit und auch kein HSE Manager, ausser er verfügt auch über solche Zusatzqualifikationen. Gerne wird versucht, die Gesamtverantwortung für ein Projekt an einen Aufsichtführenden Höhenarbeiter zu delegieren, aber dieser ist dafür nicht ausgebildet.

Und übrigens: Nach dem Arbeitsrecht ist jeder Einzelunternehmer für sich selbst verantwortlich. Er hat also die Verpflichtung, sich vor Beginn der Arbeiten ein eigenes Bild von der Baustelle und den möglichen Gefahren zu machen.

 
Top