Wichtige Meilensteine der Geschichte unseres Fachverbandes

PROLOG

Es gibt zahlreiche Aspekte, die zur Entwicklung des Tätigkeitsbildes Höhenarbeiter/Industriekletterer und somit zur Entwicklung des Zugangsverfahrens Seilunterstützter Höhenzugang/Seilzugangstechnik im heutigen Verständnis geführt haben.

War das beispielsweise in Ostdeutschland vor der Wende der Mangel an ausreichender Gerüsttechnik für Neubau bzw. die Sanierung am Bau, so kam es generell weltweit und dabei doch sehr punktuell zur Entwicklung dieses neuen Feldes der Arbeitswelt durch neuartige Arbeitsaufgaben und den damit verbundenen Herausforderungen – immer mit einem Ziel: Dem sicheren Erreichen von Arbeitsplätzen an extrem unzugänglichen Orten bei hoher Sicherheit für Mensch und Material und der Bewältigung einer gestellten Arbeitsaufgabe innerhalb eines fixierten Zeit- und Kostenrahmens.

Zum einen war das die Notwendigkeit der gesicherten Arbeitstätigkeit an exponierten Orten, wie Sendemasten, Brückenpylonen, Industrie-Schornsteinen, aber auch Brunnenschächten, Sicherungsarbeiten im Gebirge beispielsweise gegen Geröll-Lawinenabgänge aber andererseits gab es auch Überschneidungen mit dem Bereich Rettung bei Gefahren, Höhenrettung, Bergung von Personen und Technik aus unwegsamem, exponierten Gelände.

Dabei waren die anfänglichen inhaltlichen und personellen Überschneidungen zum Alpinsport oft gegeben. Menschen und Material aus diesem Bereich wurden getestet, ggf. modifiziert und kamen somit auch für ausschließliche Arbeitstätigkeiten, bei denen man seinen Arbeitsplatz nur noch via Seil erreichen konnte, zum Einsatz. Techniken wurden übernommen, weiterentwickelt und dabei sicherer gemacht. Zwei Seile - Arbeitsseil und Sicherungsseil - gaben die notwendige redundante Sicherheit.

Mit Gerüsten kam man nicht an jeden Ort. Ein Kran war oft zu teuer – und konnte selbstverständlich auch nicht überall aufgestellt werden. Kosten und Nutzen für diese beide Technologien waren für Neubauprojekte oft noch darstellbar. Für viele Arten von Revisionen, Reparaturen, Inspektionen besonders auch an sehr exponierten Orten waren aber immer öfter auch neue, sichere Zugangsverfahren zu Arbeitsplätzen am Markt gefragt. Die Bandbreite reichte dabei in den 80er bzw. 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts von der defekten Kirchturmspitze, Wartung oder Reinigung von gewagter, skulpturaler Architektur oder Einzelkunstwerken, wie der Verhüllung des Reichtstages in Berlin (Wrapped Reichtag by Christo and Jeanne-Claude), bis hin zu Wartungsarbeiten bei Erdölplattformen im Offshoregebiet/Schelf der Nordsee oder Windkraftanlagen an Land.

All diese, durch entsprechenden technologischen wie unternehmerischen, Pioniergeist in der Branche vorangetrieben Entwicklungen, benötigten eine entsprechende Plattform für Kommunikation, für die Weiterentwicklung der Themen Sicherheit, Technik, Kompatibilität der Arbeit, Reaktion auf Entwicklungen seitens der Gesetzgeber. Das war und ist seit 1995 unser Fachverband FISAT - ein eingetragener Verein zur Vertretung der Interessen seiner Mitglieder und mittlerweile schon seit einigen Jahren Sprachrohr und Meinungsbildner einer gesamten Branche. Immer haben wir dabei die Interessen aller Anwender von SZP im Fokus. Das ist uns ein wichtiges Anliegen. Denn zusammen ist man stark.

Hier weiter lesen >>

 
Top